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Die Ergebnisse des Ernährungs-IQ-Tests

Die Experten des wissenschaftlichen Beirats haben die Ergebnisse des Ernährungs-IQ-Tests ausgewertet und am 12. Februar 2009 veröffentlicht. Über 100.000 Menschen haben seit Oktober 2008 ihr Ernährungswissen online getestet und ihren persönlichen Ernährungs-IQ ermittelt.

Hamburg ist das ernährungsschlaueste Bundesland

In keinem Bundesland wissen die Menschen mehr über Ernährung als in Hamburg. Mit einem Ernährungs-IQ von 113 belegt der Stadtstaat den ersten Platz im Bundesländerranking. Knapp dahinter folgen Bayern mit einem Ernährungs-IQ von 112 auf Platz 2 und Berlin auf Platz 3.

Die Menschen in den neuen Bundesländern kennen sich mit gesunder Ernährung nicht so gut aus wie die Westdeutschen. Sie belegen die letzten fünf Plätze bei dem Ernährungstest. Die Thüringer sind mit einem Wert von 105 die ernährungsschlauesten Ostdeutschen. Das Schlusslicht in puncto Ernährungswissen bilden die Menschen in Sachsen-Anhalt mit 102.

Die Detailauswertung für die Bundesländer ist im Pressebereich als Download verfügbar.

Ernährungswissen nach Bundesland

München ist die ernährungsschlaueste Stadt

Während die Bayern im Bundesländervergleich noch auf Platz 2 landen, erobert die bayerische Landeshauptstadt im Wettstreit der Städte mit weitem Vorsprung den ersten Platz. Mit einem Ernährungs-IQ von 129 verwies sie Hannover mit 121 auf den zweiten Platz, gefolgt von Bonn mit 118 auf Platz 3.

Am stärksten vertreten unter den ernährungsschlauesten Städten sind die Metropolen Nordrhein-Westfalens: Gleich elf Städte mit Ergebnissen zwischen 118 und 103 finden sich im Ranking wieder. Gelsenkirchen belegt dabei den letzten Platz der 42 untersuchten Städte.

Die Städteliste mit allen Ergebnissen ist im Pressebereich als Download verfügbar.

Ernährungswissen nach Städten

Mittlere Altersgruppe ist Spitzenreiter

Während vielen Studien die Erkenntnis zu Grunde liegt, dass die ältere Bevölkerung am meisten auf gesunde Ernährung achtet, entspricht das Ergebnis des Ernährungs-IQ-Tests einem anderen Bild: Hier liegt die mittlere Altersgruppe der 34- bis 54-Jährigen deutlich vorn. Mit einem Ernährungs-IQ von 113 schneiden sie sogar sechs Punkte besser ab als die über 65-Jährigen und immerhin noch drei Punkte besser als die 55- bis 64-Jährigen.

Noch darunter liegen nur die jüngsten Testteilnehmer. Mit einem Ernährungs-IQ von 100 müssen sie noch aufholen.

Ernährungswissen nach Alterskategorie

Praxisrelevantes Wissen fehlt

Teilt man die Fragen des Tests in die zwei Kategorien Theorie-Wissen und praxisrelevantes Wissen, zeigen sich deutliche Unterschiede: Die Teilnehmer wissen eher, was sich hinter dem Fachbegriff Trans-Fettsäuren verbirgt, als dass sie erkennen, ob Margarine oder Butter mehr Kalorien enthält. Beim theoretischen Faktenwissen erzielen die Testteilnehmer 70 Prozent der zu erreichenden Maximalpunktzahl. Bei den Fragen, die für Entscheidungen im Supermarkt oder vor dem heimischen Kühlschrank tatsächlich relevant sind, schneiden die Befragten vergleichsweise schlecht ab.

Frauen wissen Bescheid, Männer können rechnen

Frauen liegen beim Ernährungs-IQ im Vergleich zu den männlichen Testteilnehmern mit ihrem Ernährungswissen nur leicht vorn – 112 zu 109. Ernährung bleibt dennoch eher ein Frauenthema, wie sich an der Verteilung der Befragten nach Geschlecht zeigt: Ungefähr drei Viertel sind weiblich. Wissensunterschiede zeigen sich bei den Ergebnissen einzelner Testfragen: Frauen kennen sich deutlich besser mit Fakten zum Thema Ernährung aus. Sie können beispielsweise genauer einschätzen, wie viel Flüssigkeit ein Erwachsener mindestens täglich zu sich nehmen sollte – rund 74 Prozent der weiblichen Teilnehmer antworten hier korrekt, bei den Männern sind es nur 60 Prozent. Umgekehrt punkten Männer eher bei rechnerischen Aufgaben, beispielsweise bei der Frage, welchen Anteil der Tageskalorien eine Pizza enthält.

Ernährungsmythen halten sich hartnäckig

Ananasenzyme unterstützen das Abnehmen, Kartoffeln machen dick oder späte Mahlzeiten setzen sich besonders stark an den Hüften ab – beinahe jeder kennt diese Volksweisheiten. Die Wissenschaft hat sie längst als völlig unzutreffend entlarvt. Trotzdem halten sich diese Ernährungsmythen hartnäckig in der Bevölkerung. über die Hälfte der Testteilnehmer glauben beispielsweise an die Mär vom Dickmacher Kartoffel und jeder Fünfte denkt, ein spätes Essen würde sich schnell beim nächsten Schritt auf die Waage rächen.

Weitere Informationen zu den Testergebnissen sind im Pressebereich verfügbar.